Donnerstag, 16. Oktober 2014

Just Go, see all the BEAUTY in the World!

Reisen ist das Einzige, das man sich kaufen kann, das einen bereichert! 
In den letzten 2,5 Monaten hier in Südamerika ist dieser Spruch einer meiner Leitsprüche geworden und ich versuche so gut es geht die Möglichkeiten des reiesens auszunutzen.
Es gibt viele wunderschöne Orte auf der Welt, die es zu entdecken gibt.

Ein Naturwunder das ich jetzt abhacken kann: CATARATAS DEL IGUAZÚ

Oder Iguazufälle genannt, sind die größten Wasserfälle der Welt und zählen seit 1984/1986 zum Unesco-Welterbe - das nächste Ziel von meiner Mitbewohnerin Nina und mir im Dreiländereck Argentinien, Brasilien, Paraguay.

Die Reise zu den Iguazúfällen ist eine lange und anstrengende, aber sie ist die Strapazen auf jeden Fall wert. Los gings am Dienstag den 8. Oktober um 23:59 mit dem Nachtbus von Montevideo nach Salto, dort angekommen überquerten wir die Grenze von Uruguay und Argentinien mit dem Bus um in Concordia den restlichen Tag zu verbringen. Da wir die Stadt schon kennen haben wir uns nur ein bisschen in den Park gelegt und die Sonnnenstrahlen genossen. Am Abend gings mit dem nächsten Nachtbus von Concordia nach Puerto Iguazú, der 15h dauerte. Somit hatten wir eine Anreise von über 30h! Aus dem Bus ausgestiegen überkommt uns auch schon die tropische Luft, mit Temperaturen von 38°C im Frühling. Wir ließen uns sagen, dass es im Jänner ca. 50°C hat! Es scheint so als hat es der Wettergott gut mit uns gemeint, weil wir 4 Tage strahlend blauen Himmel hatten.

Unser Hostel "Marcopolo Inn" lag sehr praktisch genau gegenüber vom Busbahnhof. Das Hostel kann ich nur jedem empfehlen, es ist relativ billig, hat nette relativ saubere Zimmer, eine große, vollausgestattet Küche und eine Plätzchen zum Verweilen. Das Frühstück war ebenfalls super und somit haben wir uns pro Tag (vor allem wegen der Hitze) eine Mahlzeit gespart.

Nach dem einchecken im Hostel und das Wechseln der Kleidund in Sommeroutfit gings mit dem Bus zum ersten Teil unsere Reise - der Argentinischen Seite der Iguazúfälle. Hier gibt es Wanderwege, Aussichtsplattformen und jede Menge Wildtiere :).
Die ersten Geräusche der Wasserfälle sind magisch, man folgt ihnen und blickt das erste Mal auf die gigantischen Fälle, Wassermassen die man sich gar nicht vorstellen kann. Das Wasser hat eine braune Farbe da die Erde in diesem Teil des Kontinents rot ist. Natürlich haben wir bei jeder Gelegenheit ein Foto von uns und den Wasserfällen geschossen - wie so richtige Touristen. Aber wenn man dort ist, kann man nicht anders als die Momente in Fotos einzufangen. Bei einigen Plattformen wird man komplett nass - zum Glück habe ich eine wasserfeste Digitalkamera, die 135€ waren es auf jeden Fall wert :P. Eine Speedbootour hat uns sehr nah an die Wasserfälle heran gebracht und es bleibt einem nichts anderes übrig als zu staunen. Wir gönnten uns eine kleine Pause mit leckeren Keksen, die wir leider mit Nasenbären teilen mussten. Sie haben uns die Kekse einfach vom Tische geklaut - aber jetzt können wir auch sagen, dass wir ausgeraubt wurden. Zum Abschluss des Tages sind wir über einen Wanderweg zu einem verlassenen kleinen Wasserfall gekommen, der am Ende ein kleines Wasserbecken hat - perfekt um sich bei diesen Temperaturen abzukühlen. 

Der nächste Tag, gestärkt durch ein super Frühstück, ging zur Brasilianischen Seite der Wasserfälle, somit haben wir wieder einen Stempel mehr in unserem Pass :)
Der Eintritt für den Nationalpark ist um einiges teurer als die Argentinische Seite und hier sieht man dass die Brasilianer wissen, wie sie den Touristen das Geld aus der Tasche locken, man muss für jeden separaten Wanderweg zusätzlich bezahlen.
Wir sind mit dem Touribus bis zum Ende des Parks gefahren und haben unsere Besichtigung beim Anfang der Fälle, dem Fluss Iguazú gestartet. Man geht weniger Meter und schon sieht man das Ausmaß der Wasserfälle - es ist einfach unglaublich, man kann dieses Feeling weder in Worte fassen noch auf Fotos demonstrieren. Jeder Moment ist einzigartig, jetzt weiß ich warum viele Leute sagen, sie mussten beim Anblick der Wasserfälle weinen.
Auf der brasilianischen Seite kann man durch einen Panoramawanderweg auch sehr nah an die Wasserfälle ran und wird wieder komplett nass, die Wucht des Wassers macht es einem schwer sich aufrecht hinzustellen und man muss sich ab und zu umdrehen, um das Wasser vom Gesicht zu wischen. Man kann im ganzen Park die verschiedensten Tierarten sehen und es passiert schon mal, dass auf einmal ein Toucan auf dem Baum über dir sitzt.
Mit dem Bus gings wieder auf die Argentinische Seite wo wir nach dem heißen anstrengenden Tag, vielen Mosquitostichen und wundervollen Eindrücken ins Bett fielen.


Der Dritte Tag galt dem dritten Land: Paraguay. Wir hörten ja einiges von der Grenz- und Schmugglerstadt Ciudad del Este, aber so brutal haben wirs und nicht vorgestellt. Beim Aussteigen aus dem Bus hat man Angst, selsbt gestohlen zu werden, alles ist verrückt, lebhaft und der Schwarzmarkt von Allem boomt. Wir haben uns entschieden uns das Wasserenergiekraftwerk Itaipú anzusehen - das nach dem Drei-Schluchten-Damm in China das Zweitgrößte der Welt ist. Es erzeugt 80% des Energiebedarfs von Paraguay und 19% von Brasilien und in den 1970er Jahren erbaut wurde. Die Fahrt mit dem Bus in den Vorort der Stadt war ziemlich schräg und wir wurden mittem im Nirgendwo ausgesetzt. Gottseidank reden in diesem Land wieder alle Spanisch und wir konnten die Einwohner fragen wo wir hin müssen. Die Führung durch einen Teil des Areals erfolgte durch einen Touristenbus - die Entfernungen sind irre. Man sieht weit und breit nur das Kraftwerk, durch dessen Bau der Verlauf des Flusses komplett geändert werden musste. Man munkelt, dass dieser Teil des Flusses sogar noch eindrucksvoller war als die Iguazúfälle. Zurück in der Stadt schlenderten wir durch die Straßen mit den ganzen Verkaufständen und gingen in ein Kaufhaus. Für die Südamerikaner sind vor allem Elektrogeräte in dieser Stadt sehr günstig, für uns Europäer gibt es nicht wirklich viel unterschied.
Nach einem kleinen Kulturschock gings wieder zurück nach Puerto Iguazú wo wir auf die zufällig stattfindende Messe für Kunsthandwerk gingen. Unser Abendessen war sorgfältig ein "All you can eat" Restaurant mit allen guten Sachen, die man sich nur vorstellen kann.
Danach bin ich ins Bett gefallen und erst am Morgen wieder aufgewacht :P

Unseren letzten Tag verbrachten wir im Ort Puerto Iguazú wo wir mit dem Touristenbus die Stadt von oben erkundeten. Ein Ziel auf unserer Liste war eine Tierauffangstation in der wir alle möglichen Tierarten sahen: Toucans, Papageien, Adler, Gürteltiere, Rehe, Wasserhunde, Schildkröten, Affen, Wildschweine, Nasenbären, Geier ...
Am frühen Abend gings mit verschiedenen Bussen wieder in Richtung Montevideo, wo ich todmüde aber mit wundervollen Momenten im Kopf ins Bett fiel.


Ich hatte ja nicht vor so viel zu schreiben, aber es ging nicht anders!

Lange Rede kurzer Sinn - moments you can't describe



















  




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